09 13
Sep.´26

Wandertage der DAV Senioren

in Südtirol

Als Wanderziel der diesjährigen Wandertage vom 09.-13. September wählten 46 Reichenhaller DAV-Senioren wieder einmal Südtirol und das angrenzende Trentino.

Von Hans Holzgartner und Albert Bruckner wurde die Reise organisiert und ausgearbeitet. Als Stützpunk diente uns wieder das gut geführte Hotel „Oberwirt“ in Feldthurns, hoch über dem Eisacktal bei Klausen, in dem wir freundlich aufgenommen wurden. Leider war die Umrundung der Drei Zinnen am Anreisetag wegen Starkregen nicht möglich.

Am zweiten Wandertag wurde auf dem Keschtenweg vom Hotel aus nach Säben, dem heiligen Berg oberhalb Klausen mit dem Kloster gewandert. Dort war Gelegenheit die schlichte Klosterkirche zu besichtigen. Das Klostergebäude selbst wurde Ende des 17. Jahrhunderts aus den Ruinen der bischöflichen Burg erbaut. Nach dem steilen und steinigen Abstieg in die historische Altstadt von Klausen war dort noch Gelegenheit diese zu erkunden, bevor es mit dem Linienbus zum Hotel ging.

Am dritten Wandertag wurde vom Pordoijoch aus auf dem Bindelweg (Viel de Pan auf ladinisch) einem der schönsten Wanderwege, der das Pordoijoch mit dem Fedaiapass verbindet, gewandert. In vergangenen Zeiten diente der Weg den Händlern aus Belluno, die Mehl in das Val di Fassa lieferten, daher der ladinische Name Viel del Pan (Pan = Brot). Im deutschen Sprachgebrauch wurde der Bindelweg nach dem Dolomitenpionier Karl Bindel benannt. Bereits die Anfahrt mit dem Bus durch das Grödner Tal hinauf zum Sellajoch und weiter zum Start war eine eindrucksvolle Panoramafahrt. Ab der Passhöhe wandern wir entlang der Ostwand des Sass Bece, vorbei an der Kapelle und weiter hoch zum Col di Rossi. Ab hier beginnt der Abstieg entlang steiler Wiesenhänge mit stetigen Blick zur Marmolata und zum Fedaiastausee. Der teilweise im letzten Abschnitt des Abstiegs durch Regen ausgewaschene sehr steile Weg erforderte stellenweise besondere Trittsicherheit. Nach einer Einkehr wird durch das Fassatal und über den Karerpass mit dem Bus ins Hotel gefahren.

Bei wolkenlosem Himmel war die Wanderung auf der Seiser Alm mit der Wanderung um den Puflatsch zu den Hexenbänken sicherlich der Höhepunkt der Wandertage. Nach der Auffahrt mit der Gondelbahn zur Hotelsiedlung Compatsch auf der Seiser Alm geht es zunächst im angenehmen Anstieg hoch zur Tötschalm und weiter zum Berggasthof Puflatsch mit dem Aussichtpunkt „Engelrast“. Schlern, Roßzähne, Lang- und Plattkofel, der Sellastock und weit im Westen die Ortlerlpen sind in greifbarer Nähe. Weiter geht es auf dem Rundweg zum „Fillnkreuz“ mit Blick auf die Puez-Geislergruppe und das Grödner Joch bevor wir zu den steinernen Hexenbänken hinauf wandern. Der Sage nach tanzten hier früher die Schlernhexen bei den versteinerten Bänken. Der Weg führt nun hinab zum Goller Kreuz und zur Arnikahütte, bei der nach der Einkehr über den Rundweg wieder zur Bergstation absteigen wurde.

Am Heimreisetag wurde vom Hotel aus auf dem Keschtenweg, mit herrlichen Blicken zum Peitlerkofel und hinüber zu den Geislerspitzen mit Sass Rigais und Furchetta hinab nach Brixen gewandert. Nach einer längeren Pause und Besichtigung der Altstadt und Dom wurde zufrieden die Heimreise angetreten.

Unfallfreie und harmonische Wandertage mit beeindruckenden Bergpanoramen, obwohl die Umrundung der Drei Zinnen wetterbedingt nicht möglich war, waren Lohn aller Mühen.

Hans Holzgartner