Trailschmankerl unter Südländischer Sonne: MTB-Wochenende im Friaul
Eigentlich war die Tour ins Friaul bereits für Mitte Mai geplant, doch der Wettergott hatte andere Pläne. Kurzerhand wurde die Tour auf das Wochenende vom 22. bis 25. Mai 2026 verschoben – eine Entscheidung, die sich als goldrichtig herausstellen sollte. Bei strahlendem Sonnenschein und besten Trailbedingungen genossen vier motivierte Mountainbiker die „Südbalkone“ der Karnischen und Julischen Alpen.
Tag 1: Warm-up in Tarvis – Der Arleccino Trail
Bereits bei der Anreise ließen wir die Bikes nicht im Auto. In Tarvis legten wir einen ersten Zwischenstopp ein, um den Arleccino Trail unter die Stollen zu nehmen. Der Track führte uns von ca. 820 m hinauf auf über 1.500 m. Es war der perfekte Einstieg: Griffige Waldböden und moderate Schwierigkeiten (S2) bereiteten uns optimal auf die kommenden Tage vor. Danach ging es weiter in unser Basislager nach Cividale del Friuli. Die charmante mittelalterliche Stadt empfing uns mit ihrem ganz besonderen Flair und bot die ideale Kulisse für die kulinarische Belohnung am Abend.
Tag 2: Flow-Spektakel „Machete 3.0“
Direkt von unserer Unterkunft in Cividale starteten wir am zweiten Tag in die umliegenden Hügel. Auf dem Programm stand der legendäre Machete 3.0 Trail. Die Tour forderte uns mit knackigen Anstiegen und belohnte uns mit einem Trail, der seinem Namen alle Ehre macht: flüssig, technisch verspielt und perfekt in die Landschaft integriert. Die Rahmendaten des Tages passten perfekt mit ca. 1.100 Höhenmeter und jede Menge Trail-Spaß.
Tag 3: Der „Matadown“ – Das Gipfelerlebnis am Matajur
Der dritte Tag führte uns zum landschaftlichen und fahrtechnischen Höhepunkt der Reise: dem Matajur. Bekannt durch das „Matadown“-Rennen, bietet dieser Berg eine 1400 hm Abfahrt, die man so schnell nicht vergisst. Der Aufstieg zog sich über wenig befahrene Bergstraßen und Wege bis in die alpine Zone auf etwas über 1.600 m. Oben angekommen, bot sich uns ein fantastisches Panorama bis zur Adria. Die anschließende Abfahrt war eine gelungenes Mischung aus technischen S2-Passagen und schnellen Wiesen- und Waldtrails. Ein langer Tag im Sattel, der allen Teilnehmern ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte.
Tag 4: Abschiedsgruß in Gemona – Malga Gobbe
Auch am Abreisetag wurde jede Minute genutzt. Auf dem Heimweg stoppten wir in Gemona del Friuli. Zum Abschluss kurbelten wir hinauf zur Malga Cuarnan. Der Trail von dort bot noch einmal alles, was das Friaul ausmacht: felsige Abschnitte, enge Kehren und fantastische Ausblicke über das Tagliamento-Tal. Mit müden Beinen, aber glücklichen Gesichtern traten wir am späten Nachmittag die endgültige Heimreise an.