Kletterwochenende auf der Muttekopfhütte bei Imst
Trotz halbschariger Wetterprognosen, krankheitsbedingtem Ausfall und geringer Teilnehmerzahl konntedas Kletterwochenende auf der Muttekopfhütte stattfinden. Am Freitagmittag ging es mit Sack und Pack per PKW nach Imst in Tirol. Ein gutes Stück der Wegstrecke zur Hütte wurde mit dem E-Bike zurückgelegt; die verbleibenden Höhenmeter mussten entlang eines Gebirgsbaches dann bei Nieselregen noch zu Fuß absolviert werden. Dank voller Akkus und einem flotten Schritt schafften es Teilnehmerinnen und Tourenbegleiter pünktlich zum Abendessen in die gemütliche Gaststube. Die Gruppe wurde, wie auch tags darauf, mit einem wirklich ausgezeichneten 4-Gänge-Menü verwöhnt – der gute kulinarische Ruf, der der Küche hier heroben vorauseilt, konnte von allen zu 100 % bestätigt werden. Nach einer eher frischen Nacht im Lager war beim Frühstück am nächsten Morgen vorerst keine Eile geboten; nach dem Regen vom Vortag hieß es zunächst, geduldig das Abtrocknen der Felsen abzuwarten. Etwas später am Vormittag zeigte sich dann aber endlich die Sonne – wenn auch bei eher windigen Bedingungen. Ein paar Meter höher gelegen, am Weg Richtung Imster Muttekopf, konnten dann nicht nur Steinböcke beim Rangeln beobachtet werden, sondern im Klettergarten „Mittlerer blauer Kopf“ mit herrlich rauem Fels auch gleich ein paar Grundlagen zum Klettern von Mehrseillängen aufgefrischt und in zwei kurzen Touren geübt werden. Zum Sportklettern und Gewöhnen an den Fels fanden sich hier anschließend weitere schöne Routen in alpinem Ambiente. Nach dem kurzweiligen und lehrreichen Tag kehrte die Gruppe zurück auf die Hütte und wurde auch am zweiten Abend nicht vom Essen enttäuscht. Bei einem Latschen-Gin und Wein ließen sich die Tourenpläne für den nächsten Tag gut besprechen, und auch der zweite Abend klang entspannt aus.
Sonntags nach dem Frühstück startete die kletterfreudige Runde hinüber zur Tour „Hepke Vitale“, einem Mehrseillängen-Klassiker des Gebiets. Die ersten vier Seillängen boten schöne Kletterei im Konglomerat; leider war es aufgrund der Nässe nicht möglich, die letzten beiden Seillängen der Tour zu klettern, und es erfolgte der Ausstieg über den „Notausstieg“. Im Klettergebiet um die Muttekopfhütte finden sich zahlreiche Klettergärten, die auch in den unteren Schwierigkeitsgraden viele interessante Routen bieten, und so kam es, dass sich auf dem Rückweg noch ein Klettergarten fand, in dem der Fels bereits trocken war. Hier konnten in der Sonne noch weitere schöne Klettermeter in tollem Fels gesammelt werden. Am frühen Nachmittag ging es dann zurück zur Hütte, um das Gepäck zu holen, und man stärkte sich bei Graukäse, Kaiserschmarren und Apfelstrudel noch ausgiebig für den Abstieg und die Heimreise. Dank der deponierten E-Drahtesel war der Rückweg zum Auto dann auch recht schnell erledigt; auf der Rückfahrt nach Bad Reichenhall konnten alle das gelungene Wochenende in Gedanken und Gesprächen noch einmal Revue passieren lassen.
Schee wars!!!
Steffi Wembacher