07 08
März´26

Große Reibn-ganz spontan

zwei Tage durchs Hagengebirge

Spontan die „große Reibn“ – zwei Tage durchs Hagengebirge mit Übernachtung auf der Wasseralm

Spontan stand die Große Reibn auf dem Programm, da nach Jahren mal wieder die Bedingungen und Termine zusammenpassten: zwei Tage durch das winterliche Hagengebirge, mit Übernachtung auf der Wasseralm. Eine Tour, die landschaftlich beeindruckend und zugleich einsam ist.

Tag 1 – Vom Hinterbrand über den Schneibstein zur Wasseralm

Früh am Morgen starteten wir am Parkplatz Hinterbrand oberhalb von Berchtesgaden. Die Sonne ging gerade auf, und die ersten Meter führten noch gemütlich über bekannte Skitourenwege. Die Spur zog sich langsam hinauf Richtung Schneibstein. Die Bedingungen scheinten gut zu sein.

Nach dem Übergang in das Hochplateau des Hagengebirges wurde die Weite und Schönheit dieser Tour sichtbar.  Dem Hochkönig immer näher kommend, folgte der spannendste Abschnitt des Tages: der Abstieg durch den Eisgraben. Das Gelände wurde steiler und alpiner. Am Ende des Eisgrabens mussten wir vorsichtig 10m abklettern. Der Eisgraben wirkt rau und ursprünglich – eine eindrucksvolle Passage, die volle Aufmerksamkeit verlangt. Auch hier ist der Klimawandel bereits deutlich sichtbar, denn der Schnee reicht bei weitem nicht mehr aus. Diese Stelle wird in Zukunft immer mehr eine Herausforderung der großen Reibn werden.

Nach lästigen auf und nieder endete unser erster Tag im Winterraum auf der Wasseralm.

Tag 2 – Über den Funtenseetauern und den Funtensee zurück durchs Wimbachgries

Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Der Schnee war noch hart gefroren, und wir stiegen hinauf zum Funtenseetauern. Nach schwieriger Abfahrt erreichten wir den zugefrorenen Funtensee, der tief verschneit und still zwischen den Bergen lag – ein perfekter Ort für eine kurze Pause.

Danach führte die Route weiter über die Diesbachscharte um den großen Hundstod. Nach einem letzten Gegenanstieg ging es hinunter in den Loferer Seilergraben, mit großartigem Skigelände. Leider waren die Bedingungen am Nachmittag eher schwierig.

Der letzte Abschnitt führte uns schließlich nach 45km und 4400hm hinaus ins Wimbachgries und zurück zur Wimbachbrücke.