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Apr´16

Skitourensaisonabschluss

und Frühlingserwachen

Vom Winter wurden wir – bis auf einige Höhepunkte, die es dafür in sich hatten (vgl. Bericht zur Hochtour vom Julian) – schneetechnisch nicht gerade vom Hocker gerissen. Daher sollte es noch ein Schlusstakt nach Maß werden.

Und so reihten wir uns bei sommerlichen Temperaturen in die Schlange für das Schiff nach Bartholomä ein. Die Kombination aus kurzer Hose, T-Shirt und Ski sicherte uns einige neugierige Blicke. Wir waren allerdings nicht die einzigen „Verrückten“.

Zunächst ging es strammen Schrittes Richtung Eiskapelle, im Bachbett dann recht bald links Richtung Hocheis. Hier hieß es Skischuhe anziehen und auffellen. Anfangs noch schön schattig, nach einer Stunde Aufstieg dann in der Sonne, wurde das Spuren im teils schuhtiefen Pulver-Sumpf zur schweißtreibenden Angelegenheit. Den Abschluss bildete eine äußerst steile Rinne in den Sattel zwischen Schönfeldschneid und Hirschwiese. Beim Kampf mit der Abschluss-Wächte rächte sich die sparsame, sommerliche Bekleidung. Belohnt wurden wir mit einem herrlichen Ausblick ins Wimmbachgries und zur Südspitze in strahlendem Sonnenschein.

Die Abfahrt über die Wächte durch die Rinne gestaltete sich sehr interessant. Die restliche Abfahrt über die sonnenüberfluteten Hänge mit stetem Blick zur alles überragenden Ostwand fällt eher in die Kategorien skitechnisch anspruchsvoll und kraft- / ausdauerintensiv.

Das abschließende Bad im See wurde von Seiten der auf dem Steg Wartenden wieder neugierig beobachtet.

Max Walch