26 29
Mai´22

Bikesafari-Mit dem MTB auf dem Jurasteig

von Kelheim durch die reizvolle Oberpfalz und entlang der Altmühl

 Los ging unsere Tour auf den Pfaden des Jurasteiges bereits am Donnerstag früh um sechs Uhr mit der Abfahrt in Reichenhall.

In Kelheim angekommen, starteten wir um ca. 10:15 Uhr zu unserer 1. Etappe nach Kallmünz. Es war ein perfekter Biketag mit etwas Sonne und nicht zu warmen Temperaturen.
Über schöne Forstwege und Trails ging es im steten Berg auf Berg ab über Kapfelberg an der Donau nach Bad Abbach. Von dort ging es weiter nach Matting wo wir mit einer alten Fährel die Donau querten. Hier machten wir auch unsere wohlverdiente Mittagpause. Weiter ging’s durch die idyllische Landschaft der Oberpfalz weiter nach Etterzhausen an der Naab, die uns für den restlichen Tag immer wieder begleiten sollte, bevor wir wieder die zum Teil  äußerst steilen Pfade wieder nach oben kurbelten. In der Klosterwirtschaft Pielenhofen stärkten wir uns nochmal, bevor wir uns auf den letzten Trailabschnitt Richtung Kallmünz machten. Zuerst steil bergauf, ging der schöne Trail anschließend  in leichten Berg auf Bergab Richtung Etappenziel. Die letzten 6 km konnten wir dann bei einer traumhaften Sonnenuntergangsstimmung auf dem Radweg entlang der Naab genießen. Gegen halb acht erreichten wir geschafft aber glücklich Kallmünz. Recht flott ging’s zum Essen „Zum Bürstenbinder“ Dort empfing uns der typische Oberpfälzer Charme. Trotz der Sprachbarrieren gab die Spezialität des Hauses – Bauchstechala. Das Zoigl dazu schmeckte ausgezeichnet. Wir legten heute 67 km und 1.670 hm in 9:16 Stunden zurück.

Am nächsten Tag gings weiter nach Oberwiesenacker. Zuerst strampelten wir zum aufwärmen zur Burgruine Kallmünz hoch. Von dort ging’s über schöne Wege und Trails in stetigen Berg auf Bergab durch die Oberpfälzer Landschaft über Schmidmühlen nach Hohenburg und zur Hammermühle wo wir uns die die genialen Burger (Bio und Regionale Produkte) schmecken ließen. Am Nachmittag gab’s in Kastl noch Kaffee und Kuchen. Von dort fuhren zum Habsberg (620m) und besichtigten die Wallfahrtskirche „Maria Heil der Kranken“. Über den Schanzberg (582 m) erreichten wir schließlich Minuten vor dem einsetzenden Regen unsere Unterkunft in Oberwiesenacker. Absolute Punktlandung!
Wir legten heute 64 km und 1.418 hm in 9:22 Stunden zurück.

Am Samstag starteten wir zu unserer 3. Etappe nach Dietfurt im Altmühltal. Über das Tal der Weißen Laaber fuhren wir über Deining nach Holnstein und zu den Kalktuff Kaskaden.  Südlich von Holnstein zieht sich eine Bachschlucht von der Alphochfläche zum Tal der Weißen Laber hinab. der Quellbach schneidet sich kaskadenartig in den Hangwald und bildet große Sinterterrassen. Diese sind in Jahrtausenden aus Kalktuff, der Laub und dürres Astmaterial überkrustet, kunstvoll aufgebaut worden. Anschließend bekamen wir einen großen Schreck als Peter aufgrund einer zu starken Notbremsung Kopfüber sein Rad stürzte. Zum Glück konnte er nach er kurzen Pause weiterfahren.  Es folgten noch einige
schöne Trails bevor wir über den Kreuzberg-Blick hinunter nach Dietfurt fuhren. Dort gab’s zuerst ein Eis und anschließend noch einen Spritzz bei schönstem Wetter. Anschließend bezogen wir unsere Zimmer im historischen Gasthof Stirzer.  Dort gab’s dann das beste Schäufele von Bayern wenn nicht sogar von der Welt. Aber auch das Bayrische Vitello sowie die Marillenknödel und die Apfelkücherl waren ausgezeichnet.   Wir legten heute 55 km und 1.200 hm in 8:27 Stunden zurück.

Am Sonntag ging‘s dann Von Dietfurt entlang des Main-Donau Kanals nach Riedenburg. Wir Überquerten dabei 3 mal den Kanal um die Hügel und Trails links und rechts des davon zu erkunden und die wunderschönen Aussichten von oben zu genießen. In Riedenburg hatten wir die Gelegenheit, entweder einen anspruchsvolleren Trail zu fahren oder die schöne Stadt zu besichtigten. Anschließend gab’s zusammen noch Kaffe und Kuchen bevores weiter zum Schloss Prunn ging. Von dort ging es über schöne Trails hoch über dem Altmühltal zu den beeindruckenden  Klausenhöhlen.  Nun ging es über den Keltenwall (das Rad schiebend) Richtung Kloster Weltenburg und dem Donaudurchbruch.
Hier hatten wir nochmal wunderschöne Aussichten auf das Kloster und die Donau weit unter uns. Anschließend machten wir uns auf den restlichen Weg zurück nach Kelheim.
Wir legten heute 58 km und 1.300 hm in 9:01 Stunden zurück.

Auf dem Volksfest gab’s noch eine kleine Stärkung bevor wir uns auf dem Heimweg machten. So gingen vier geniale und intensive Tage mit vielen Eindrücken zu Ende. Besonders angenehm war, dass die Gegend bei weitem nicht so überlaufenist wie viele Ecken bei uns in Oberbayern.

Text: Klaus Schuhbauer

Infos zum Jurasteig:

Als 237 km langer Rundtour konzipiert, führt der Weitwanderweg im Herzen Bayerns über die Höhen und Täler von Donau, Altmühl, Weisser und Schwarzer Laber, Lauterach, Vils und Naab. Wanderer waren am Weg nur sehr selten anzutreffen – hauptsächlich an den Hotspots in Wellenberg und bei Bad Abbach. Für Mountainbiker hingegen ist der Weg eine interessante Option – gerade am Beginn der Saison. Die kurzen aber teilweisen steilen Anstiege haben es dabei in sich. Die Abfahrten verlaufen überwiegend auf einfachen, selten auf mittelschwierigen Trails über Wiesen und durch lichte Wälder.

Mehr Infos, Karten und gpx Tracks gibt es unter: www.jurasteig.de