06 09
Juni´25

Klettercamp Maltatal

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder zieht es unsere Jugendgruppe über das Pfingstwochenende ins schöne Kärnten – genauer gesagt ins Maltatal. Und alle Jahre wieder sorgt der Verkehr dafür, dass die Fahrt etwas länger dauert als geplant. Dieses Jahr jedoch konnte unser DAV-Bus das Schneckenrennen dank der Startverzögerungen anderer Fahrzeuge eindeutig für sich entscheiden.

Das Problem war nur: Fast alles an Campingausstattung, die wir an diesem feuchtkalten Abend hätten brauchen können, stand noch mit dem Rest der Bande im Stau. Also mussten die Sicherheitssnacks, die nach der Fahrt noch übrig waren, herhalten, um den ersten Hunger zu stillen. Immerhin die Campingstühle waren an Bord, und so wurde die Zeit mit einigen Runden Werwolf im Sitzkreis überbrückt – und verging dann plötzlich doch ganz schnell.

Als schließlich alle Fahrzeuge angekommen waren, wurde mit vollem Einsatz aufgebaut und gekocht. Nach warmem Essen im gemütlichen „Grabkerzenlicht“ setzte nach und nach die Müdigkeit ein, und dieser Tag ging nach ein paar weiteren Werwolf-Runden langsam zu Ende.

Am Samstag fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück an den Millstätter See, um am Jungfernsprung direkt am Wasser zu klettern. Dieses Gebiet begeistert nicht nur mit dem ungewöhnlichen Zustieg und den Flößen, von denen aus gesichert wird, sondern auch mit sehr coolen Routen. Es wurde geklettert, gebadet, gehüpft – und mitten im Floß-Chaos auch kurze Powernaps eingelegt. Zurück am Campingplatz gab es an diesem Tag die heiß ersehnten Käsespätzle, die so manchen immer noch als Highlight im Kopf geblieben sind.

Sonntags war die Breitwand dran, oberhalb des Millstätter Sees, mit verschiedensten Klettereien und einem perfekten Pausenplatz – überdacht vom Felsen. Diese Überdachung sollte uns später noch sehr nützlich werden. Oberhalb führt ein kurzer, aber lohnenswerter Klettersteig entlang, an dem manche ihre erste Klettersteigerfahrung machen durften – natürlich stets begleitet von mindestens einem Paparazzi.

Später, als gerade viele Seile in der Wand hingen, entschieden die Wolken über uns, all das Wasser loszuwerden. Einige wurden aus der Wand gespült, andere mussten vollen Einsatz beim Abbau zeigen. Am Ende waren alle nass, und der Weg hinunter wurde zur echten Matschrutschpartie. Fröhlich, nass und matschig beschloss ein Teil der Gruppe, dem See noch einen Besuch abzustatten – schließlich war’s jetzt auch schon egal, ob die Nässe von oben oder unten kam. Elegant, aber nicht ganz zu Ende gedacht, wurde sich am Felsen umgezogen, um die Hüpferei, Schupserei, Schwimmerei und Friererei zu beginnen.

Bis alle wieder angezogen am Auto ankamen, war eine ganze Weile vergangen – die jedoch durch die Entdeckung von Kirschbäumen versüßt wurde. Dann hieß es: Schnell zurück und auf die Plätze, fertig, los – wer zuerst in der warmen Dusche ist!

Montag ist Abreisetag – immer ein bisschen chaotisch. Morgens wurde gepackt, danach ging es an die Kreuzwand, ganz in der Nähe unseres Schlafplatzes. Als die Zeit dort knapp wurde, ging es zurück, um alles zu verstauen und sich zwischendurch noch einmal richtig zu stärken. Die Abfahrt wurde durch eine große Runde Volleyball bis zum Schluss hinausgezögert – aber das Heimfahren ging dann doch ganz schnell.

Mal wieder ein sehr gelungenes Pfingstwochenende mit einer frischen, lustigen und coolen Gruppe. Wir freuen uns auf viele weitere Unternehmungen wie diese!

Leonie Mitterer