Erfolgreiche Wanderwoche in den Dolomiten

Sektionsberichte/Presse

Bei herrlichem Wanderwetter verbrachten 67 Teilnehmer der Alpenvereinssektion Bad Reichenhall eine erlebnisreiche Wander- und Bergwoche in den Pustertaler Bergen und in den nordöstlichen Dolomiten.


Die "Drei Zinnen" – Wahrzeichen der Dolomiten   

 

 

Von Alois Häusl gut organisiert und vorbereitet, startete man schon bei der Anreise die ersten Bergtouren im Tiroler Gailtal. Von Obertilliach aus wanderte man, aufgeteilt in drei Gruppen einen längeren Abschnitt auf dem "Gailtaler Höhenweg", wobei man die Gipfel des Golzentipp (2.317 m) und Dorfberg (2.114 m) bestieg, bevor man zum Kartischen Sattel abstieg.

Ein beeindruckendes Erlebnis war für alle Teilnehmer bei herrlichstem Wetter am zweiten Wandertag die Umrundung der "Drei Zinnen". Alois Häusl berichtete während der Umrundung von spannenden Klettererlebnissen, als er vor 50 Jahren mit seinen Kletterkameraden die Nordwände der "Großen und Westlichen Zinne" durchstieg, die damals zu den schwierigsten Wänden der Ostalpen zählten.

 

 Am Paternsattel mit den Drei Zinnen 

Im weiteren Verlauf der sieben Wandertage wurden in den Pragser Alpen der Dürrenstein (2.839 m) und die Strudelköpfe mit dem Heimkehrerkreuz von der Plätzwiese aus bestiegen. Vom Würzjoch (2.000 m) aus im Naturpark "Geisler" wurde von einem Teil der Gruppe über die Peitlerscharte (2.357 m) und einem Klettersteig der Peitlerkofel (2.874) erstiegen, während der andere Teil der Gruppe den Peitlerstock über das Gömmajoch (2.111 m) umrundete. Bei diesen Touren kam der Gruppe auch die Teilnahme von Werner Riedel und Hans Holzgartner zugute, die in diesen Gebirgsteilen schon reichlich Erfahrungen sammelten.


Der Peitlerkofel vom Würzjoch aus gesehen 

 

 Am Gipfel des Peitlerkofels 

Vom Standquartier,  einem Hotel in Uttenheim im Tauferer Tal, hatten wir nicht weit ins Rain- und Bachertal. Hier im "Rieserferner Naturpark" bot sich die Wanderung zur Kasseler Hütte (2.276 m) an und erforderte aufgrund der vorhandenen Granitplatten eine Umstellung der Gehtechnik. Durch die Nähe der Gletscher und dem Überschreiten der  Gletscherbäche, spürte man die Nähe der Dreitausendergipfel. Einige Teilnehmer bestiegen über einen kurzen Klettersteig noch das Tristennöckl (2.428 m). Nach dem Abstieg kamen wir etwas früher ins Hotel zurück und konnten hier auch einmal den Wellnessbereich genießen.

 

Blick vom Tristennöckl auf die Kasseler Hütte 

Ein besonderes Naturerlebnis war für einen Großteil der Wanderer die Wanderung im hintersten Ahrntal. Von Kasern aus, hinauf auf den "Lausitzer Arnoweg" und auf diesem bis zum Waldner See (2.332 m). Dabei durchwanderte man  mehrere kleine Hochgebirgstäler, in denen sich sagenhaft schöne Feuchtgebiete befinden, die von Nationalparkrangern gepflegt und betreut werden. Hier befindet sich auch ein Teil des Nationalparks "Hohe Tauern" und gleich angrenzend die Venedigergruppe. Trotz des anstrengenden Tages hatten sich die Mühen gelohnt.

Den Abschluss unserer Tourenwoche, in der wir jeden Tag, je nach Gruppe 4 ½ - 6 Std. unterwegs waren, bildete der Tourentag am Pragser Wildsee (1.500 m). Eine Gruppe erstieg den Seekofel (2.810 m), die zweite Gruppe wanderte über die Seekofelhütte (2.327 m) und umrundete den Seekofelstock über die Seitenbachscharte, während die dritte Gruppe in das Grünwaldtal bis auf 2.000 m wanderte.

Die Plätzwiese mit dem Dürrenstein 

Der Seekofel spiegelt sich im Pragser Wildsee

Neben diesen herrlichen Wandertagen kam das Gesellschaftliche auch nicht zu kurz. Unser Hotelchef veranstaltete einen Grillabend mit Schmankerln und Musik. Das gesellige Zusammensein am letzten Abend gestalteten unsere Musikanten mit ihren mitgeführten Instrumenten, wobei der feine Südtiroler Wein das Seinige dazu beitrug. Zufrieden mit dem Erlebten und den herrlichen Wandertagen konnten alle Teilnehmer gesund die Heimreise genießen. 

 
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