Gruppen

Die Jungmannschaft unterwegs an der Grundschartner-Nordkante in den Zillertaler Alpen.

Foto: Julian Kasper

Jugendgruppe

Jahresbericht 2016

Das wöchentliche Klettertraining wird im Winter und auch im Sommer im Klettergarten gut besucht. Bei geeignetem Wetter fand man uns auch des Öfteren im Klettergarten Karlstein. Da ich nicht jeden Freitag Zeit habe, bin ich froh, dass mich die Jugendleiter Max und Felix tatkräftig unterstützten und zuverlässig vertraten.

Skitour Götschen
Gleich nach den ersten ergiebigen Schneefällen Mitte Januar machten wir uns auf den Weg zu einer gemütlichen Pistenskitour über die Familienabfahrt auf den Götschen. Da zugleich Skiopening war, erstanden wir eine günstige Zwei – Stundenkarte und räuberten den kompletten Tiefschnee zam.

Die Sage vom weißen Gold
Oder: Ein fast perfektes Wintermärchen am Seehorn
Könnt ihr euch noch erinnern? Wisst ihr noch, was das ist – Winter?! Ja genau: die lange, dunkle, kalte Zeit, in der das weiße Gold glitzert und das Eis knirscht und in der man nach einem langen Powdertag die halb erfrorenen Gliedmaßen in der Badewanne wieder zum Leben erweckt. Klingt nach einem altbekannten, aber lang vergangenem Märchen? Damit diese alten Mythen nicht ganz in Vergessenheit geraten, haben wir uns Mitte Januar auf Spurensuche gemacht. Ein Auto voller Schneehungriger tuckerte also durchs grüne Saalachtal Richtung Seehorn. Und spätestens als wir direkt neben dem Auto in die Bindung steigen können, ist klar, dass diese Spurensuche eine erfolgreiche sein wird. Das sanfte Gleiten unserer Felle über weichen Untergrund weckt Erinnerungen und die Sonne am wolkenlosen Himmel zaubert ein Grinsen auf unsere Gesichter. Mit steigender Höhe steigt auch die Zuckerschicht auf dem festen Altschneedeckel und damit unsere Euphorie.

Wir sind tatsächlich recht unverhofft in einem Wintermärchen gelandet. Einige Mitstreiter/Innen spüren das magere Trainingspensum dieser Saison. Doch der atemberaubende Weitblick, der Teamgeist und eine vielversprechende Abfahrt spenden das nötige Quantum an Motivation. Am Gipfel ist der größte Heißhunger nach Sonne und Schnee fürs Erste gestillt. Fehlt nur noch eine angemessene Brotzeit. Gestärkt fliegen wir einige Sommersprossen später bis zur Latschengrenze. Dort legen wir eine zweite Pause ein, frei nach dem Motto: Brotzeit ist die beste Zeit…und überhaupt, zuhause kann es gar nicht besser werden! Und damit der ganze Tag nicht zu idyllisch wird: Der untere Teil der Abfahrt gestaltete sich eher als Spießrutenlauf zwischen gähnenden Dolinenmäulern und tückischen Latschen. Aber wer neben dem Auto abschwingen kann, darf nicht klagen.

Und die Moral von der Geschicht? Wer suchet, der findet. Oder: Es gibt ihn noch, den fast perfekten Tourentag!

Mirjam Kogler